1644 Finstere Zeiten

Die Gräuel des Dreißigjährigen Krieges (1618-1648), ein großer Stadtbrand (1633), die Pest (1637) und die „Kleine Eiszeit“ mit schlechten Ernten und Hungersnöten zerstörten die mittelalterliche Stadt Lychen fast vollständig. Im Jahr 1644 waren nur noch 17 Häuser bewohnbar; ein Großteil der Stadtbewohner war umgekommen oder geflohen.
Dieser Vorratsraum unter dem Straßenhaus der SOMMERFRISCHE hat die finsteren Zeiten überstanden. Laut Denkmalamt handelt es sich bei dem Keller wohl um Fundament-Reste eines früheren Gebäudes - eben eines der vielen, die beim ersten großen Stadtbrand ein Raub der Flammen wurden.
Wenn Mauern sprechen könnten… welche Menschen mögen hier über die Jahrhunderte im Herbst ihre Vorräte eingelagert haben, immer in der Hoffnung, dass es reichen wird, um die Familie durch den Winter zu bringen?