1893 Mehl für die Metropole

Um die Jahrhundertwende begann Berlin, damals Hauptstadt des Kaiserreichs, zu pulsieren. Plötzlich ratterte die U-Bahn durch den Untergrund und "die Elektrische“ (Straßenbahn) durchs Stadtbild. Laternen erleuchteten die Nacht. Weltkonzerne wie Siemens dominierten ganze Stadtteile - und Millionen Menschen zogen aus der Provinz in die Mietskasernen der Metropole.
Das hatte auch Folgen für das 89 Kilometer entfernte Lychen: Der Mühlenbach entlang der SOMMERFRISCHE wurde 1896 ausgebaut, damit schwere Lastkähne ihn befahren konnten. Denn ab sofort wurden von hier Tag für Tag viele Tonnen Mehl nach Berlin geliefert - und zwar auf dem Wasserweg!
Auch im Ladenlokal liefen die Geschäfte offenbar gut. Denn die damaligen Besitzer leisteten sich eine aufwändige Sanierung mit vielen Verschönerungsarbeiten. Aus dieser Zeit stammt etwa die zweiflügelige Eingangstür zu unseren Ferienwohnungen, die das Denkmalamt „zu den qualitätsvollsten Zeugnissen des Tischlerhandwerks ihrer Epoche“ zählt. Die Tür wurde bereits 1921 in der Publikation „350 Türen und Tore aus Deutschland, Österreich und der Schweiz“ abgebildet.